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  Mittwoch 20. Juni um 17 und 20 Uhr im AEF, Am Schulzentrum 16
 

Filmfoto: capelight picturesDer Buchladen der Florence Green

Es gehört viel Mut dazu, in einem so einsamen Fleckchen wie Hardborough inmitten der windgepeitschten Seenlandschaft Ostenglands einen Buchladen eröffnen zu wollen. Florence Green jedoch, die literaturverliebte und zielsichere Protagonistin, wagt genau dieses Abenteuer. Für sie ist ein Buch wie ein großes, unbekanntes Haus, das man im Lauf der  Lektüre  durchwandert  und  in  dem  man  sich  ein  neues Zuhause schafft. Doch die Fischer in Hardborough scheren sich eher um den nächsten Fang und weniger um den wohlgeformten Klang der Worte. Hier gibt es weder Theater noch Kino  und  die  meisten  Dorfbewohner  haben  nun  wirklich genug Probleme, mit denen sie sich herumschlagen müssen. Einen Roman zu lesen, wäre das Letzte, das ihnen in den Sinn käme. Bücher neigen schließlich dazu, nach getaner, harter Arbeit  eine  einschläfernde  Wirkung  zu  entfalten.  Und  wie jeder weiß, gibt es nur einen Menschen in Hardborough, der Erfüllung darin findet, sich mit Unmengen an Büchern in seinem abgelegenen Anwesen zu verschanzen und sich voll und ganz  der  Lektüre  hinzugeben:  der  einsilbige  und  misstrauische Mr. Brundish, den man nur ab und zu am Ufer seine einsamen Runden gehen sieht und um den sich die wildesten Gerüchte ranken. So recht können es die Alteingesessenen noch nicht glauben, dass ihr von allen guten Geistern verlassenes Fleckchen Erde demnächst wieder mit Kultur gesegnet werden soll. Und so richtig  wollen  sich  weder  der  kartoffelköpfige Bankberater noch der gerissene Anwalt vorstellen, dass diese zarte Florence Green die Kraft und den Willen mitbringt, um es mit den renitenten und der Literatur entwöhnten Dörflern aufzunehmen. Denn begeistert sind wahrlich nicht alle in Hardborough. Allen voran die aristokratische Lady Gamart, die so ziemlich alle öffentlichen Fäden, die Hardborough durchziehen, in ihren ringgeschmückten Händen hält. Doch Florence wird  der  Kredit  für  den  Kauf  des  verwunschen  wirkenden Hauses bewilligt. Nach Abschluss der Versicherung zieht die junge Frau mit ihrem ganzen Hab und Gut und beladen mit zahllosen Bücherkisten in ihr neues Domizil. Das Old House, wie es im Dorf respekt- und liebevoll genannt wird, ist wie gemacht für Florence’ großen Traum: ein Haus voller Vergangenheit und Charakter. Es bedarf einiger Renovierungsarbeiten und zahlreicher helfender Hände, um das Haus bewohnbar zu machen und den Buchladen in die richtige Form zu bringen.
 
Je näher die Eröffnung rückt, desto größer wird die Neugier der Nachbarn. Florence wird sogar von Lady Gamart zur  alljährlichen  Frühlingsparty  eingeladen  –  dem  gesellschaftlichen  Ereignis  überhaupt.  Doch  die  Einladung  dient nur als Vorwand, um mehr über diese Florence Green und ihr „Unterfangen Buchladen“ zu erfahren. Denn unter den Gebildeten und Mächtigen gibt es für das Old House bereits ganz andere Pläne. Lady Gamart hat ihre eigene Vision für das historische Gebäude, das Florence erstanden hat und in dem sie zum großen Schrecken der Aristokratin sogar schon wohnt. Ein Kulturzentrum soll daraus entstehen – geplant, gestaltet und  kuratiert  von  Lady  Gamarts  Protegé  Milo  North. Ein Buchladen, in dem sich jeder nach eigenem Gutdünken und, schlimmer  noch,  auf  Empfehlungen  von  Florence  Green, kulturell  selbst  versorgen  kann,  ist  ihr  im  höchsten  Maße suspekt. Und Florence erweist sich als dickköpfig genug, um Lady  Gamarts  kultureller  Deutungshoheit  in  Hardborough ernsthaft Konkurrenz machen zu können. Von Gamarts Anfeindungen gänzlich unbeeindruckt, lässt sich Florence durch nichts aus der Ruhe bringen. Sie sortiert weiter Bücher, dekoriert das Schaufenster und füllt die Regale. Je mehr Bücher ihren Platz finden, desto sorg- und furchtloser wird Florence Green. Ausgerechnet der Eigenbrötler Mr. Brundish lässt ihr per Briefboten ausrichten, dass er frische Literatur, empfohlen von Florence Green, zu bestellen wünscht. So gerät Florence nicht nur an ihren ersten Kunden, sondern lernt auch ihren wichtigsten Verbündeten kennen…    

Spielort: Kino Kaarst, Albert-Einstein-Forum, Am Schulzentrum 16; Spielzeit: Am 20. Juni um 17 und 20 Uhr.
Eintritt: 6.- Euro. Jugendliche bis 13 Jahren 4.- Euro. Karten sind nur an der Tages- bzw. Abendkasse erhältlich.
Das Kino Kaarst auf Facebook: https://www.facebook.com/kino.kaarst

 


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